Folk

Der Begriff „Folk“ ist nicht mit einer einheitlichen Definition zu erklären.

Die Bezeichnung Folk in diesem Artikel bezieht sich auf Volksmusik im Allgemeinen. Hier werden traditionelle Lieder der Volksmusik neu arrangiert oder in Anlehnung an den Stil neu komponiert und vorgetragen. Hierzu werden Instrumente verwendet, die der Volksmusik entsprechen, das können Gitarren sein, aber auch Dudelsäcke, Leierkästen, Flöten oder Fiedeln.

In Deutschland hatte der Folk nach dem Krieg Schwierigkeiten, sich zu etablieren. Auch durch die Teilung in zwei Staaten war es schwierig, einen deutschen Folk zu entwickeln, denn es wurden zwei verschiedene Wege gegangen, die sich nach der Wende einander annähern mussten. Schon zuvor ging der Folk zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle fast unter und geriet in Vergessenheit.

Der deutsche Folk

In den 1960er Jahren schwappte der Folk von Amerika nach Europa über. Von Beginn an wurde er auch politisch gefärbt. Viele Musiker nutzten den Folk, um ihren Standpunkt darzulegen. Ebenso wurden aber auch Lieder in verschiedenen Dialekten, seien es nun historische, norddeutsche

oder bayerische Dialekte, interpretiert. Es gibt auch Interpreten, die Jiddisch singen.

Bekannte Interpreten und Gruppen des deutschen Folk sind zum Beispiel Folkländer, Zupfgeigenhansel, Ougenweide, Knut Kiesewetter, Hannes Wader und Biermösl Blosn sowie die Zwillingsbrüder Hein & Oss.